Leko, let’s go! Start als optimale Lernkoordination

Chancenwerk wächst. Neben immer mehr Schulen, an denen immer mehr Schülerinnen und Schüler Teil unserer Lernkaskade werden, ist es wichtig, dass auch immer mehr Lernkoordinatorinnen und Lernkoordinatoren (Leko) die Wege in unsere Klassenzimmer finden. Nachfolgend einige Tipps von Chancenwerkerin Nina Roob, Pädagogische Koordination Saarbrücken, an die Studierenden für ihre Bewerbung und Einarbeitung als Leko.

Nina Roob während eines Workshops zum Thema Programmbegleitung.

Zunächst einmal vorneweg: Lekos sind Studierende, die beim Chancenwerk sowohl die jüngeren Kinder als auch die Jugendlichen in der Zusammenarbeit und ihrem sozialen Miteinander unterstützen. Die Rolle des Lekos ist eine sehr wichtige. Denn jede Lernfördergruppe ist individuell. Die Unterschiede müssen vom studentischen Team vor Ort erkannt und eine geeignete Herangehensweise gewählt werden, um eine stabile Basis zu schaffen.

Wie kann sich ein Leko bei Chancenwerk bewerben? Wenn sich Studierende als Leko bei uns bewerben, sollten sie sich über ihre Motivation bewusst sein: „Warum arbeite ich gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen? Was sind meine Stärken? Was sind meine Schwächen? Kann ich diese reflektiert im Bewerbungsgespräch darlegen?“ Dann sind Bewerberinnen und Bewerber authentisch. Außerdem sollten sie sich die Jobbeschreibung am besten noch einmal vor dem Gespräch durchlesen.

Nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch geht es in die Praxis: Lekos hospitieren zunächst an der Schule, in der sie künftig eingesetzt werden könnten. Sie dürfen sich gerne die Zeit nehmen, die volle Ladung Lernförderung abzuholen. Sie können sich so mit den Schülerinnen und Schülern austauschen und Situationen beobachten, die herausfordernd sind. Am Ende einer Hospitation, reflektieren sie ihren Einsatz: „Was lief gut, was lief weniger gut? Sehe ich mich in der Rolle eines Lekos?“ Bei Unsicherheiten können die Lekos auch an einer zweiten Hospitation teilnehmen, dann folgt die weitere Einarbeitung.

Mit der neu gewonnenen Erfahrung der Hospitation sollen die Lekos noch einmal an ihre Stärken und Schwächen denken: „Woran will ich in meiner Zeit als Leko arbeiten? Wo können mich meine Kolleginnen und Kollegen unterstützen?“ Gerne machen wir mit den Lekos eine Situationsanalyse an ihrem Einsatzort, um zu konkretisieren, was sie über die Kinder und Jugendlichen, die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern wissen sollten. Gemeinsam erarbeiten wir eine Strategie für die Schule und die Lernfördergruppe. Hierbei können die Lekos auch ihre Erfahrungen und Beobachtungen der Hospitation einbringen – denn diese sind wichtig!

Es ist soweit! Die Lekos übernehmen eigenständig eine Lernfördergruppe, die zweimal in der Woche für jeweils 90 Minuten zusammenkommt. Sie sorgen dafür, klare Strukturen und Routinen für die Lernförderzeit zu definieren. Das hilft nicht nur ihnen selbst dabei den Überblick zu behalten, sondern auch den Schülerinnen und Schülern. Dafür sollte ein Leko am besten bei seinen Schützlingen nachfragen, welche Regeln zuvor gemeinsam aufgestellt wurden und sich diese von den Kindern und Jugendlichen erklären lassen. Dabei sollten ihre Wünsche immer eingebunden werden. Die Lekos schenken dabei idealerweise auch den Jugendlichen ein Ohr und integrieren sie mit sinnvollen und nachvollziehbaren Aufgaben ins Team. Sie sprechen sich bei „unmotivierten“ oder „schwierigen“ Schülerinnen und Schülern mit der Ansprechpartnerin bzw. dem Ansprechpartner und anderen Lekos ab. Sollte das alles nicht helfen: keine Scheu vor Gesprächen mit Lehrpersonen oder den Eltern.

Was noch? Lekos dürfen gerne Engagement zeigen und mit den Gegebenheiten ihrer Schule arbeiten. Außerdem sollten sie regelmäßig an Teammeetings teilnehmen bzw. nach jeder Lernförderung eine kurze Feedbackrunde mit ihrem Kollegenkreis etablieren sowie regelmäßige Stammtische oder Teamevents außerhalb der Lernförderung mitorganisieren. Das stärkt das Teamgefühl. Die Lekos können gezielt nach Fortbildungen fragen und daran teilnehmen. Wenn sie auf interessante Angebote außerhalb des Chancenwerk-Universums stoßen, dann dürfen diese gern vorgeschlagen werden!

Wenn die Lekos diese Punkte befolgen, werden sie mit vielen individuellen Situationen besonders gut zurechtkommen. Wichtig ist: Lekos sollten ehrlich zu sich selbst sein und ihre Anliegen kommunizieren. So werden sie zur optimalen Lernkoordination!

Nina Roob, Pädagogische Koordinatorin in Saarbrücken, Chancenwerk e.V.

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