ChancenWORK: Orientierung für die Zeit nach der Schule

Programm ChancenWORK an der Willy-Brandt-Schule in Berlin
„Was will ich mal werden, wenn ich groß bin?“ Diese schwierige Frage prägt uns alle bereits zu Schulzeiten. Der deutsche Ausbildungsmarkt bietet jungen Menschen eine große Bandbreite an unterschiedlichen Möglichkeiten von handwerklichen bis hin zu sozialen Berufen.

Um die Jugendlichen der neunten Klasse an der Willy-Brandt Schule fit für den Weg ins Berufsleben zu machen und deren Ausbildungsreife zu fördern, nahmen die Schülerinnen und Schüler zwei Tage lang an Workshops des Programms ChancenWORK teil. Sie trafen auf Auszubildende des Unternehmens Poco, die zu ihren Job-Tutoren wurden. Die Jugendlichen erfuhren in Workshops und anhand eines Schnuppertags im Unternehmen, worauf es bei der Jobsuche und  in der Arbeitswelt ankommt.

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Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Schule während des Workshops

Teil 1: Lernen über die Berufswahl nachzudenken
In der ersten Session sammelten die Schülerinnen und Schüler ihre Berufswünsche und hielten ihre Stärken und Interessen fest. „Damit junge Menschen nach der Schule nahtlos ins Berufsleben starten können, müssen sie zunächst erkennen, was sie gut können und was sie interessiert. Im Durchschnitt hat die Hälfte der Kinder eine konkrete Vorstellung von der eigenen Berufswahl, in dieser Gruppe sogar fast jeder“, erinnert sich Lisa Wendt, Trainerin im Programm ChancenWORK. „Die Frage ist nur woher der Berufswunsch kommt? Basiert er tatsächlich auf den eigenen Stärken und Interessen? Das ist es was wir gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeiten wollen.“

Lisa Wendt, seit Mitte 2015 für ChancenWORK tätig, weiß wie wichtig es ist, sich bewusst mit den Möglichkeiten des Berufslebens auseinanderzusetzen: „Besonders bedeutend ist es, dass die Schülerinnen & Schüler lernen, die verschiedenen Einflüsse aus ihrer Umgebung einzuordnen und eine eigene Meinung zu entwickeln.“ Neben ihrer Tätigkeit bei Chancenwerk e.V. arbeitet sie im Personalwesen eines Softwarekonzerns.

Teil 2: Auszubildende und Schüler treffen aufeinander
Am zweiten Workshop-Tag plauderten die Auszubildenden aus dem Nähkästchen, über die eigenen Erfahrungen in der neunten Klasse und die der Berufsfindung. Mit den Jugendlichen üben sie Vorstellungsgespräche und erklären ihnen wie  sie sich gegenüber ihrem Chef im Arbeitsleben am besten verhalten.

Teil 3: Leben und Arbeiten
„Was verdiene ich im Beruf?“ „Was kostet das Leben?“ sind die Fragen, die in Teil drei der Workshop-Reihe gestellt werden und mit denen sich die Teilnehmenden befassen.

Ein Workshop geht zu Ende
„Was kann ich besonders gut?“ „Was macht mir wirklich Spaß?“ Für viele Schülerinnen & Schüler ist es nicht einfach, aus den mehr als 330 Ausbildungsberufen in Deutschland den Passenden für sie auszuwählen und diese Fragen stehenden Fußes zu beantworten. Die jungen Teilnehmenden des Programms ChancenWORK sind den Antworten auf diese Fragen mindestens ein Stückchen näher gekommen, zieht Lisa Wendt glücklich Bilanz: „Das ist jedes Mal ein total schönes Erlebnis, zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler wirklich etwas mitnehmen und ihre Stärken erkennen. Das Ganze hinterlässt bleibende Eindrücke.“

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