Interview mit dem Geschäftsführer der Schwalbe-Ralf Bohle GmbH, Frank Bohle.

Geschäftsführer der Schwalbe-Ralf Bohle GmbH, Frank Bohle.

Ein regionales Verantwortungsnetzwerk schaffen. Das Familienunternehmen unterstützt Chancenwerk e.V. über das  „Unternehmernetzwerk Bildungschancen“ im Oberbergischen. 1922 wurde die Schwalbe-Ralf Bohle GmbH gegründet und heute durch Frank Bohle durch die dritte Generation geführt. Das Unternehmen mit Firmensitz in Reichshof stellt Reifen und Schläuche für Fahrräder und Rollstühle her.

 

 

Herr Bohle, wie sind Sie auf die Arbeit von Chancenwerk e.V. aufmerksam geworden?
Der Geschäftsführer Murat Vural hat den Verein und sein Konzept vor einigen Jahren hier im Oberbergischen vorgestellt. Mit seinem Elan und seiner Vision hat er die Rotary-Clubs Gummersbach und Gummersbach-Oberberg direkt überzeugt. Wolfgang Dondorf hat den Startschuss für eine Unterstützung des Chancenwerks gegeben. Mit seiner Spende hat er es möglich gemacht, den Verein an Schulen in der Region Oberberg zu etablieren. Die Arbeit von Chancenwerk hat dann schnell größere Kreise gezogen, weitere Aufmerksamkeit erregt und begeistert und so sind auch andere Rotarier wie ich in die Förderung eingestiegen.

Was ist für Sie das Besondere an Chancenwerk e.V.?
Mir ist es wichtig, mich für Jugendliche in meiner Region einzusetzen. Dass ich über das Chancenwerk Schülerinnen und Schüler aus dem Oberbergischen beim Lernen und beim Gewinnen von mehr Selbstbewusstsein unterstützen kann, bereitet mir große Freude. Beim Chancenwerk können alle Jugendlichen mitmachen – egal, welchen familiären Hintergrund sie haben. Jüngere und ältere Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam und profitieren vom gegenseitigen Kontakt. Das hat mich überzeugt.

Und nicht zuletzt war es auch der sozialunternehmerische Ansatz des Chancenwerks, der mich begeistert hat. Beim Chancenwerk werden Probleme nicht nur punktuell, sondern in die Fläche gelöst. Murat Vural und ich teilen diese unternehmerische Grundhaltung. Wir passen gut zusammen.

Ende 2015 lief die Förderung der Rotarier für das Chancenwerk aus. Wie ging Ihre Chancenwerk-Geschichte weiter?
Mir war und ist es eine Herzensangelegenheit, die Arbeit des Chancenwerks im Oberbergischen zu sichern. Als Rotarier habe ich das Chancenwerk und sein Engagement an den Schulen in unserer Region immer eng verfolgt und begeistert begleitet. Als die Rotarier-Förderung Ende 2015 auslief, wollte ich nicht nur den Status Quo halten, sondern gerne noch mehr Schülerinnen und Schüler im Oberbergischen mit der Chancenwerk-Idee erreichen und die Arbeit des Vereins zukunftstauglich machen. Gemeinsam mit dem Chancenwerk haben wir deshalb Gespräche mit mehreren Unternehmen aus der Region geführt und das „Unternehmernetzwerk Bildungschancen Oberberg“ gegründet.

Für uns als Schwalbe-Ralf Bohle GmbH war gleich klar, dass wir uns in diesem Netzwerk engagieren und helfen, einen Fonds einzurichten, über den wir noch mehr Schülerinnen und Schüler fördern können. Ich freue mich, dass viele Unternehmerkollegen das genauso sehen wie wir. Der Fonds ist ein sehr gutes Modell, um das Chancenwerk passgenau dort zu unterstützen, wo Geld benötigt wird. Wir sehen uns als regionales Verantwortungsnetzwerk, das die Bedingungen für eine weiterhin sehr gute Arbeit des Chancenwerks im Oberbergischen schafft.

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